QUINTUS Wohnbebauung Liebigstrasse

QUINTUS Wohnbebauung Liebigstrasse

Projekt Details

 

Jahr: 2016

Status: Wettbewerb 3. Preis

Auslober: GWG – Gemeinnuetzige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz GmbH

Visualisierung: zoomvp. Wien

QUINTUS Wohnbebauung Liebigstrasse

ERLÄUTERUNG DER ENTWURFSIDEE

Die umgebenden Gebäudestrukturen sind in verschiedenste Richtungen orientiert und bilden mit ihren unterschiedlichen Dimensionen eine sehr heterologe städtebauliche Situation. Der Bauplatz stellt in mitten dieser Struktur eine Art Hofbebauung dar. Der Entwurf entwickelt diese heterogene Struktur bewusst weiter, nimmt Fluchten und Richtungen auf und positioniert einenzentralen, skulpturalen Baukörper. Dieser ist so im nord- östlichen Bereich situiert, dass dadurch eine Reihe von verschiedenenFreibereichen um das Gebäude herum entstehen und es zu keiner Beeinflussung von Belichtung und Ausblick von und durch Nachbargebäuden kommt.

FREIRAUM UND ERSCHLIESSUNG  Der Entwurf sieht ein schnelles, geradliniges ‚abtauchen‘ des Verkehrs vor und ermöglicht so ein weitgehend autofreien Freibereich (3 Besucherparkplätze sind möglich). So entstehen großzügige, logisch gegliederteAußenflächen mit ungehindertem Zugang und einem breiten Spektrum an unterschiedlichen Nutzungen. Es müssen keine Straßen oder ‚Restflächen‘ überwunden werden. Das Quartier beginnt unmittelbar! Die fußläufige Erschließung erfolgt über einen – mit Grün- bzw. Erholungsflächen begrenzten – Weg. Dieser weitet sich zu einem kleinen Platz und mündet in dem ‚trichterartigen‘, gedeckten Eingangsbereich. Der Platz, vor dem Eingang ist eine mit Leben erfüllte Aufenthalts- Spiel- Erholungszone. Sie dient als Treffpunkt, Kommunikationsfläche, lädt zum Sitzen und Verweilen ein und ist auch der Ausgangspunkt für den „Rundwanderweg“. DieserKinder-Rad- und Spazierweg am Grundstück animiert zur Bewegung und verbindet öffentliche mit halböffentlichen Flächen sowieKinderspielplätze und ‚urban gardening‚– Bereiche. Kinder können Radfahren, Erwachsene spazieren gehen oder 242 Marathon-Trainingsrunden laufen. Die Erschließung des siebengeschossigen Baukörpers erfolgt über das innen liegende Stiegenhaus. Durch großzügige Öffnungen im Dach sowie einem stiegenbegleitenden Luftraum wird den Erschließungswegen zusätzlich räumliche Qualität verliehen.

WOHNUNGEN Pro Geschoss werden fünf Wohnungen in verschiedenen Größen angeboten. Auf Grund der gewählten Fünfeck-Form können alle Einheiten in zwei Richtungen orientiert werden. Der wohngungsbezogene Außenbereich wird, in jeder Wohnung gleich, durch einen Eck – ‚Loggienbalkon‚ gebildet. Die Grundrisse, Fensterteilungen und Freibereiche sind in allen Obergeschossen völlig ident und erlauben somit ein kosteneffizientes Bauen.

FASSADE  Durch die fünf unterschiedlich langen Fassadenteilen erhält das Gebäude ein spannendes, veränderliches Erscheinungsbild. Je nach Seite und Blickwinkel verändert sich die Gestalt. Die ‚Loggienbalkone‚ wechseln Geschossweise ihre offenen und geschlossenen Brüstungsflächen und differenzieren dadurch das äußere Erscheinungsbild weiter.

FARB- UND MATERIALKONZEPT Eine helle Außenputzfarbe lässt den Baukörper von weitem freundlich erscheinen. Die streng gegliederten Fassaden werden durch die Materialdifferenz, den „Zusammenschluss“ von Fenstern über Putzflächen und durch das Schattenspiel zum Leben erweckt. Eine unaufgeregte aber wirksame gestalterische Differenzierung wird durch Fensterrahmen,Zwischen-Fenster-Flächen und Laibung erzielt. Die Einfachheit der Konzeption lässt eine Ausführung sowohl in konventioneller Ziegelbauweise als auch in Holzbauweise mit Putzfassade zu.

DICHTE Der Entwurf weist eine Geschossflächenzahl von 1.17 inklusive Eck – ‚Loggienbalkone‘ auf.

ENERGIEKONZEPT Das Zusammenwirken nachhaltiger Energiekomponenten sehen wir auch im geförderten Wohnbau als zukunftsweisend. Aus unserer Sicht sollte das Gebäude möglichst autark funktionieren um auch langfristig die Refinanzierung über Mieterlöse sicherstellen zu können. Je niedriger die Energiekosten umso höher der Mieterlös für die Vermieterin. Eine Verbindung von Sonnenenergie (Solar und PV), einer hocheffizienten Wärmepumpe (Luft, Erdwärme…) stellen eine Nutzheiz-Energiekennzahl von höchstens 30 kWh/m²a sicher. Vergleichsprojekte haben ergeben, dass sich die erhöhten Errichtungskosten bereits in den ersten fünf Jahren amortisieren.

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